Kreis Schleswig-FlensburgBezirk Kreis Schleswig-Flensburg

Steinzeitliche Siedlungskammer im Satrupholmer Moor

archäologische Stätte in Deutschland

Die Steinzeitliche Siedlungskammer im Satrupholmer Moor liegt im Kreis Schleswig-Flensburg, östlich von Satrup, im Schleswig-Holsteinischen Hügelland. Das Moor wird von Endmoränen umrahmt und besteht aus drei getrennten Toteislöchern, die bis −11,5 m unter der Oberfläche reichen. Es entstand durch glaziogene Vorgänge und wurde durch einen Bach durchflossen, was es zu einem attraktiven Siedlungsraum machte. Die Forschung begann im 19. Jahrhundert, wurde durch Torfabbau im 20. Jahrhundert intensiviert. Bis 2017 waren etwa 60 Fundplätze bekannt, die der Kongemose-Kultur zugeordnet werden. Die Grabungen zwischen 1947 und 1963 unter Leitung von Hermann Schwabedissen lieferten zahlreiche Funde, doch die Methoden und Dokumentation stellten später eine Herausforderung dar. In der Siedlungskammer wurden verschiedene Fundplätze wie Rüde LA 2, Bondebrück und Fasaneninsel untersucht. Sie liegen in unterschiedlichen Bereichen des Moores und wurden in mehreren Kampagnen erforscht. Die Funde umfassen Flintartefakte, Keramik, Jagdgeräte und Knochen von Tieren. Die Pollenanalysen zeigen, dass das Gebiet im ausgehenden Boreal bewohnt war. Die Forschung wurde 2005 durch Sönke Hartz wieder aufgenommen, um das Altmaterial zu rekonstruieren.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte
Ort
Mittelangeln

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