BurgenNorditalien

Castello di Miramare

Schloss Miramare steht auf dem Felsvorsprung von Grignano nördlich von Triest, unmittelbar über dem Meer — der Name setzt sich aus "mira" und "mare" zusammen, also aus Schauen und Meer. Zum Anwesen gehört ein 22 Hektar großer Park, der vom Felsen bis zur Bucht hinunterreicht. Bauherr war Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich, damals Oberkommandierender der k. u. k. Marine. Den Entwurf lieferte der Architekt Carl Junker, eine Mischung aus Neugotik und maurischen Anklängen. Am 1. März 1856 begannen die Arbeiten, 1860 war der Bau bezugsfertig, allerdings mit zwei Geschossen und einem Mezzanin statt der ursprünglich geplanten drei Etagen. Die Fassade besteht aus weißem istrischem Kalkstein, das Fundament aus Sandstein von Vrsar und Tiroler Granit. Am 10. April 1864 nahm Maximilian hier die ihm angetragene mexikanische Kaiserkrone an; vier Tage später reiste er ab und kehrte nicht lebend zurück. Im Inneren sind die Privaträume erhalten, neugotisch getäfelt; Maximilians Schlafzimmer ist wie eine Schiffskajüte eingerichtet, passend zu seinem Amt bei der Marine. Der Park verbindet einen streng gegliederten italienischen Garten mit einem englischen Landschaftsteil und enthält exotische Gehölze, die Maximilian von seinen Seereisen mitbrachte. Seit 1929 ist die Anlage öffentlich zugänglich und wird als Museum geführt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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