Aquae Granni
mittelalterliche Bezeichnung für das römische Aachen
Aquae Granni bezeichnet das antike Aachen, das im Mittelalter als römischer Kurort bekannt war. Die römischen Spuren liegen vor allem in der Altstadt und dem Stadtteil Burtscheid. Die Stadt war nicht nur ein Badeort für römische Soldaten, sondern eine blühende Stadt mit vollständigen urbanen Infrastrukturen. Die Namensgebung stammt aus dem lateinischen „Aquis Granni“, wobei „Aquis“ für „bei den Wassern“ steht und „Granni“ auf den keltischen Wasser- und Bädergott Grannus zurückgeht. Die römische Siedlung war gut vernetzt mit einer Überlandstraße, die von Bavai nach Köln führte. Im Stadtzentrum gab es ein Forum mit Portikus und Ladenlokale, sowie Gräberfelder an den Ausfallstraßen. Ein Inschriftenstein aus dem 2. oder 3. Jahrhundert belegt, dass ein Kaiser den Bau eines Gebäudes angeordnet hat, was auf umfangreiche Baumaßnahmen im Stadtzentrum hindeutet. Zudem wurden Weihesteine von Benefiziarier gefunden, die in Aachen stationiert waren. Im Stadtgebiet wurden römische Siedlungsspuren, Handwerksstätten und Gräberfelder entdeckt. Die römische Siedlung war bis ins fünfte Jahrhundert besiedelt, wobei sich der Siedlungsbereich erst im fünften Jahrhundert verkleinerte. Im Bereich des Markthügels wurde eine Befestigung errichtet, die möglicherweise im Zusammenhang mit der Reichskrise des 3. Jahrhunderts steht. Die archäologischen Funde zeigen, dass Aachen ein zentraler Ort im römischen Nordwesten war.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Aachen
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
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