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Moorsiedlung Hunte 1
archäologischer Fundplatz aus der Jungsteinzeit bei Lembruch in Niedersachsen
Die Moorsiedlung Hunte 1 ist ein archäologischer Fundplatz aus der Jungsteinzeit in Lembruch, Niedersachsen. Sie lag auf der Nordseite des Dümmers am Ufer der Hunte und war um 3200 v. Chr. entstanden. Die Siedlung war ovalförmig und von einer Palisade umgeben, wobei die Bewohner bis etwa 2000 v. Chr. dort lebten. Der Fundplatz befindet sich heute im Naturschutzgebiet Huntebruch und Huntebruchwiesen, etwa 800 Meter vom Nordufer des Dümmers entfernt. Die Siedlung war Teil eines „Hotspots der Besiedlung“ in der Region, wo sich Jäger, Sammler und spätere Bauern niederließen. Die Gegend bot vielfältige Nahrungsquellen, wie Fischfang, Jagd auf Wild und Wasservögel. In der Siedlung wurden 24 Holzgebäuden sowie eine Palisade freigelegt, wobei die Bauten unterschiedliche Größen hatten. In den Gebäuden fanden sich Feuerstellen, und die Siedlung stand auf einer Sedimentschicht aus Seekreide und Torfmudde. Die Ausgrabungen zwischen 1938 und 1940 ergaben fast 40.000 Fundstücke, darunter Keramikscherben, Tierknochen und Artefakte aus Feuerstein. Viele Objekte sind gut erhalten, da der Standort wassergesättigt war. Zudem wurden 30 menschliche Skelettreste gefunden, darunter ein Schädel mit Trepanation und vermutete Schädelmasken. Die Siedlung wurde durch die Trichterbecherkultur und später durch die Glockenbecherkultur bewohnt, bis veränderte Umweltbedingungen und Überschwemmungen zu ihrer Aufgabe führten.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Lembruch
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