Bayern

Besucherbergwerk Friedrich-Wilhelm-Stollen

Der Friedrich-Wilhelm-Stollen bei Lichtenberg ist das einzige Besucherbergwerk im Naturpark Frankenwald, und er hat einen prominenten Urheber: Alexander von Humboldt projektierte ihn 1793, als er als Oberbergmeister in Bad Steben tätig war. Der Stollen war nicht in erster Linie zum Abbau gedacht, sondern als Wasserlösungsstollen, der die umliegenden Gruben entwässern sollte, vor allem die Lichtenberger Friedensgrube. Bis zur Fertigstellung vergingen 38 Jahre; erst 1831 war er auf seiner vollen Länge von 975 Metern durchgeschlagen, bei einer größten Teufe von 122 Metern. Seinen Namen trägt er nach dem preußischen König Friedrich Wilhelm II., der bei Baubeginn regierte. Gefördert wurden zunächst Eisen- und Kupfererz, später Blei- und Nickelerze, Kalk- und Flussspat sowie Quarz. 1857 wurde der Betrieb eingestellt, danach aber wieder aufgenommen; ab etwa 1957 baute man noch rund zehn Jahre lang Flussspat ab, bis um 1969 endgültig Schluss war. Heute sind etwa 200 Meter des Stollens als Schaubergwerk zugänglich; seit 2019 wird der begehbare Abschnitt schrittweise erweitert. Besichtigt wird in Führungen, die keinen ganzen Nachmittag beanspruchen. Im Berg ist es kühl und feucht, feste Schuhe und eine Jacke sind auch im Hochsommer sinnvoll.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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