Les landes du mont Pinçon
Der Mont Pinçon ist mit 365 Metern der höchste Punkt des Départements Calvados. Er erhebt sich rund 30 Kilometer südwestlich von Caen über der Bocage-Landschaft der Suisse normande, unweit des Dorfes Le Plessis-Grimoult und im Gebiet der Gemeinde Les Monts d'Aunay. Der breite Rücken trägt offene Heideflächen — die „landes" —, die zwischen den sonst allgegenwärtigen Hecken und Weiden der Normandie eine Ausnahme darstellen. Seine militärische Bedeutung verdankt der Berg dem Rundblick. Die deutsche Wehrmacht richtete hier eine Knickebein-Funkleitstelle und einen Beobachtungsturm ein. Im August 1944 wurde der Gipfel während der Operation Bluecoat umkämpft: Nach einem gescheiterten Anlauf am 5. August erreichte eine Sherman-Schwadron des 13th/18th Royal Hussars unter Major Denny im Schutz einer Rauchwand die Höhe, Infanterie folgte in der Nacht. Seit 1956 steht auf dem Berg ein Sender, zunächst der französischen RTF; der spätere Rohrmast misst 216 Meter, so dass die Spitze auf 578 Metern über dem Meer liegt und Fernseh- und Radioprogramme über die ganze Basse-Normandie ausgestrahlt werden. Vom Gipfelplateau reicht der Blick über die Hügel der Suisse normande bis zur Küste. Wege und Pisten führen von mehreren Seiten hinauf; die Straße zum Sender macht den Punkt auch ohne lange Wanderung erreichbar. 2025 führte die 6. Etappe der Tour de France über den Berg.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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