📷 Bild: Wikimedia Commons
Blaník
Berg in Tschechien
Der Blaník ist ein sagenumwobener Wallfahrtsberg in der Tschechischen Republik, der sich nahe der Gemeinde Louňovice pod Blaníkem in Mittelböhmen befindet. Er besteht aus zwei Gipfeln, dem Velký Blaník (623 m n.m.) und dem Malý Blaník (564 m n.m.). Der Berg und seine Umgebung wurden 1981 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Auf dem Velký Blaník fließt das Flüsschen Blanice, das den westlichen Fuße des Berges markiert. Der Blaník ist für seine kulturelle und historische Bedeutung bekannt. Der Berg ist der Name der sechsten und letzten sinfonischen Dichtung von Bedřich Smetana aus seinem Zyklus „Má vlast“. Leoš Janáček schuf 1920 das sinfonische Gedicht „Balada blanická“. Die Sage vom Berg ist auch in Werken von Julius Mařák und Alois Jirásek verarbeitet. In Rudka bei Kunštát wurden von Stanislav Rolínek unterirdische Sandsteinskulpturen der schlafenden Ritter geschaffen. Auf dem Berg steht ein hölzerner Aussichtsturm aus den 1940er-Jahren, der die Form eines hussitischen Turms hat. Die Aussicht reicht über Großteile Böhmens, manchmal bis zum Böhmerwald. Die Legende besagt, dass die letzten hussitischen Streiter im Berg schlafen. Die Ritter sollen unter der Führung des heiligen Wenzel erwachen, wenn das Vaterland in Not gerät. Die Sage hat sich in der Literatur und Kunst bis in die Gegenwart erhalten.
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- Art
- Berg
- Ort
- Louňovice pod Blaníkem
- Seehöhe
- 638 m
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