KlosterTirolBezirk Tirol

Klarissenkloster Hall in Tirol

ehemaliges Kloster in Österreich

Das Klarissenkloster Hall in Tirol stand ursprünglich an der Stelle der heutigen Nervenheilanstalt in der Thurnfeldgasse. Es war ein Kloster der Klarissen, das ab dem 17. Jahrhundert existierte und bis 1782 bestand. Die Klosteraufhebungen unter Kaiser Josef II. führten dazu, dass die Schwestern das Kloster verließen und ihr Besitz beschlagnahmt wurde. Die Kirche und das Klostergebäude wurden später als Kaserne und schließlich als Nervenheilanstalt genutzt. Das Kloster war während seiner Existenz ein wichtiger Ort für die Seelsorge und lebte in der Zeit etwa 90 Schwestern. Die Klarissen erwarben zudem den Ansitz Waldgries in St. Justina. Nach der Auflösung blieben viele Schwestern in Hall, einige gingen in andere Klöster. Die letzte Klarissin, Apollonia Mayr, starb 1837 in Pradl. Die Gebeine der verstorbenen Schwestern wurden 1802 an die Pfarrkirche in Hall verbracht, was heute an einer Gedenktafel sichtbar ist. Das ehemalige Klostergebäude wurde vollständig verändert, als es 1830 zur Nervenheilanstalt umgebaut wurde. Nur an der Südfront des heutigen Krankenhauses sind noch Reste der barocken Bausubstanz zu erkennen. Die Klosterkirche wurde als Teil des Gebäudes weiter genutzt und später als Kaserne und medizinisches Zentrum übernommen. Die Geschichte des Klosters ist eng mit der Entwicklung der Region verbunden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Tirol

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