📷 Bild: Wikimedia Commons
Urgeschichtliches Museum im Rathaus
im Rathaus der Gemeinde Mauer gezeigte Dauerausstellung zum Homo heidelbergensis
Das Urgeschichtliche Museum im Rathaus Mauer zeigt eine Dauerausstellung zum Homo heidelbergensis, der 1907 in der Sandgrube Grafenrain entdeckt wurde. Der Fund, der als Holotypus gilt, stammt aus dem Jahr 1908 und wird heute auf 609.000 ± 40.000 Jahre datiert. Er ist der älteste Hominidenfund in Deutschland und wird in der Universität Heidelberg aufbewahrt. Die Gemeinde Mauer hat eine Ausstellung im Rathaus eingerichtet, um diesen Fund zu würdigen. Die Ausstellung im Erdgeschoss des Rathauses präsentiert einen Stammbaum zur Entwicklung der Hominiden und zeigt eine Vitrine mit Nachbildungen von Fossilfunden aus verschiedenen Regionen. Darunter sind der Unterkiefer aus Mauer, der Mensch von Tautavel, Funde aus Spanien und Griechenland sowie Steinwerkzeuge und Tierfossilien. Die Sammlung umfasst bis 2015 13.004 Fossilien und 5.769 Datensätze. Die Ausstellung vermittelt Einblicke in die Lebenswelt des Homo heidelbergensis und die Umwelt der damaligen Zeit. Sie ist Teil des Zeitenpfads „600.000 Jahre Menschheitsgeschichte“, der durch Mauer verläuft. Die Fundstelle liegt heute im Naturschutzgebiet und wird durch ein Gedenkstein und Beschilderung markiert. Für die Zukunft ist ein eigenes Museumsgebäude geplant.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum
- Ort
- Mauer
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- Mauer327 m
- Sandgrube am Grafenrain741 m
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