Beinhaus zu Murten

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SehenswürdigkeitKanton FreiburgBezirk Kanton Freiburg

Beinhaus zu Murten

Ossuarium in Merlach westlich von Murten

Das Beinhaus zu Murten war ein Ossuarium, das 1485 in Merlach westlich von Murten gebaut wurde. Es diente als Grabstätte für die Gebeine der in der Schlacht bei Murten 1476 gefallenen Burgunder und ihrer Verbündeten. Das Gebäude wurde 1798 durch französische Truppen abgerissen, nachdem es während des Durchmarschs zerstört werden sollte. Das Beinhaus war bis zu seinem Abriss ein bedeutendes Gedenkstätte und touristisches Ziel. Es beherbergte die Gebeine von etwa 10'000 Toten und wurde mehrfach renoviert. Bekannte Besucher waren Goethe, Casanova und Napoleon. Die Inschriften auf den Tafeln, darunter Texte von Albrecht von Haller, dokumentierten die Geschichte der Schlacht und des Beinhauses. Im Beinhaus gab es zwei Räume, eine Kapelle und einen Aufbewahrungsraum. Die Fassade war mit Inschriften versehen, die 1504–1506 erstellt wurden und 1723 erneuert wurden. Die steinernen Tafeln sind heute im Stadtmuseum von Murten aufbewahrt. Die Bronzeplatte aus dem Jahr 1564 wurde 1797 nach Paris verbracht und befindet sich heute in der Bibliothèque nationale de France.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Beinhaus
Ort
Murten

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