Franziskanerkloster Schwerin
nicht erhaltenes Franziskanerkloster in Schwerin
Das Franziskanerkloster Schwerin wurde 1236 als Niederlassung des Franziskanerordens gegründet und 1554 zerstört. Es lag am Stadtrand von Schwerin, direkt am heutigen Burgsee, und war Teil der Kustodie Lübeck der Ordensprovinz Saxonia. Die Gründung wurde durch Graf Heinrich I. von Schwerin initiiert, der eine Heilig-Blut-Reliquie mitbrachte und deren Verehrung förderte. Die Gräfin Audacia, seine Witwe, bestimmte den Charakter des Klosters und war eng mit der Franziskanerprovinz verbunden. Das Kloster war die früheste Niederlassung eines Bettelordens in Mecklenburg und das einzige in Schwerin Anfang des 16. Jahrhunderts. Es war Sitz der einzigen Konventgemeinschaft der Stadt und lag neben dem Bischofsitz und der gräflichen Burg. Die Kirche, ein äußerst schönes Bauwerk, wurde 1287 vollendet. Der Konvent war im Mittelalter ein zentraler seelsorglicher Ort für Adel und Landesherren, da der Verkehr zur Burg über das Kloster führte. Die Anlage lag außerhalb der städtischen Befestigung, aber der Burgsee bot Schutz. Vor Ort erwartet man Räume wie die Kirche, die heute als Kollegiengebäude existiert, und die Klosterstraße, die an das Grundstück der katholischen Propsteikirche St. Anna grenzt. Die Anlage war Teil der Neustadt und hatte eine zentrale Lage im Stadtbild. Die Baulichkeiten wurden durch Fundamente und Skelette aus dem alten Klosterfriedhof sowie ein frühgotisches Kapitell und ein Weihwasserbecken ausgestellt. Die Anlage erinnert an die mittelalterliche Geschichte Schwerins.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Schwerin
In der Nähe
- Siegessäule102 m
- Großes Haus140 m
- Burgsee243 m
- Paul-Friedrich-Denkmal166 m
- Altstädtisches Rathaus (Schwerin)282 m
- Staatliches Museum Schwerin200 m
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