📷 Bild: Wikimedia Commons
Wachturm am Reckberg
wurde um 100 als Teil des Römischen Fortlet Reckberg erbaut
Das Kleinkastell am Reckberg und der Wachturm sind römische Befestigungen des Niedergermanischen Limes, der 2021 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählte. Sie liegen in einem Waldstück östlich des Neusser Stadtteils Grimlinghausen, zwischen Grimlinghausen und Uedesheim. Die Anlagen befanden sich auf Sanddünen am Rand der Rhein-Niederterrasse, etwa drei Kilometer östlich der römischen Lager von Novaesium. Sie boten einen weiten Blick über die Rheinniederung und zu Nachbargarnisonen. Die Anlagen wurden vermutlich im zweiten Jahrhundert n. Chr. errichtet und bis in die Mitte des dritten Jahrhunderts genutzt. Das Kleinkastell hatte einen annähernd quadratischen Grundriss mit einer Mauerstärke von 1,9 m und einem Tor mit Durchlassbreite von drei Metern. Der Wachturm, rekonstruiert 1991, steht 200 m nordwestlich des Kleinkastells. Beide Bauten sind vermutlich zeitgleich entstanden und dienen zur militärischen Beobachtung und Verteidigung. Die Anlagen sind Teil der römischen Siedlung und Gräberfelder in der Region. Etwa 100 Meter westlich des Kleinkastells lagen die Trümmer einer römischen Siedlung, südlich der heutigen Straße „Am Reckberg“. Das zugehörige Gräberfeld befand sich am östlichen Hang des „Ersten Reckbergs“. Die Siedlung und das Gräberfeld datieren vom Ende des ersten bis zur ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts n. Chr. Die Anlagen sind als Bodendenkmale geschützt und dürfen nicht zufällig gefördert werden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kleinkastell, Archäologische Stätte
- Ort
- Neuss
- Denkmalstatus
- Teil einer UNESCO Welterbestätte
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