📷 Bild: Wikimedia Commons
Paritätische Kirche St. Albin
Kirchengebäude in Ermatingen im Kanton Thurgau, Schweiz
Die Paritätische Kirche Ermatingen, auch als St. Albin bekannt, ist eine Simultankirche im Thurgau, Schweiz. Sie steht in Ermatingen und wurde von evangelisch-reformierten und römisch-katholischen Gemeinden gemeinsam genutzt. Die Bausubstanz stammt aus dem frühen Mittelalter und wurde im Spätgotischen Stil erweitert. Das Langhaus wurde 1501 nach der Brandschatzung im Schwabenkrieg wieder aufgebaut. Die Kirche hat eine lange Geschichte der Konfessionsparität. 1524 begann Alexius Bertschin mit der Reformation in Ermatingen, was zu Konflikten mit der katholischen Seite führte. 1536 wurde ein katholischer Priester eingesetzt, was die Parität begründete. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Kirche umgebaut, wobei katholische Stuckaturen und Wandgemälde hinzugefügt wurden. Im 20. Jahrhundert setzten die Gemeinden auf partnerschaftliche Nutzung und ökumenische Veranstaltungen. Die Kirche bietet einen Blick auf die historische Architektur und die Konfessionsgeschichte. Das Langhaus und die Sakristei sind erhalten, sowie die Sakristeikapelle. Im Chor sind Säulen mit religiösen Symbolen zu sehen. Die Orgel, erbaut 1952, ist in einem neuen Gehäuse untergebracht und hat 27 Register. Die Kirche ist ein Zeugnis der friedlichen Koexistenz beider Konfessionen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude, Simultankirche
- Ort
- Ermatingen
- Adresse
- Kirchgasse 2.1, 9.4, 8272 Ermatingen
- Denkmalstatus
- besonders wertvoll (Thurgau)
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