Stolperbordstein

📷 Bild: Wikimedia Commons

SehenswürdigkeitHamburg-MitteBezirk Hamburg-Mitte

Stolperbordstein

Denkmal für Sexarbeiterinnen, die im Nationalsozialismus diskriminiert und ermordet wurden

Der Stolperbordstein ist ein Gedenkstein in Hamburg-St. Pauli, der an Sexarbeiterinnen erinnert, die im Nationalsozialismus diskriminiert und ermordet wurden. Er befindet sich an der Davidstraße nahe der Reeperbahn und wurde am 9. August 2024 eingebaut. Die Platte wurde von der Initiative des Vereins Lebendiges Kulturerbe St. Pauli und der Kirchengemeinde St. Pauli gestaltet. Ein QR-Code führt zu weiteren Informationen über die Geschichte der Herbertstraße. Der Stolperbordstein unterstreicht die systematische Ausbeutung und Verfolgung von Prostituierten im NS-Staat. Die Frauen wurden als „asozial“ eingestuft, unterstanden strengen Kontrollen und wurden in Kasernierungen oder Konzentrationslagern wie Ravensbrück und Neuengamme festgehalten. Sie wurden oft zur sexuellen Zwangsarbeit genutzt, insbesondere in besetzten Gebieten. Die nationalsozialistische Politik entwickelte sich von moralischer Verfolgung zur Ausbeutung und zur Zwangsarbeit, wobei rassistische Kriterien eine zentrale Rolle spielten. Der Stolperbordstein markiert einen Versuch, die Geschichte der verfolgten Prostituierten zu würdigen. Er steht an der Stelle, an der einst Bordelle und Kontrolltore existierten. Die Platte erinnert an die Opfer der NS-Zeit und verknüpft die Geschichte der Herbertstraße mit der systematischen Diskriminierung. Die Initiative stieß auf Kritik, da nicht alle Geschlechtsidentitäten berücksichtigt wurden und die Verbindung zur NS-Zeit nicht ausreichend betont wurde.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Monument
Ort
Hamburg-Mitte

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QR-Code

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