📷 Bild: Wikimedia Commons
Freibergsdorfer Hammer
einziger erhaltener Eisenhammer im Freiberger Bergrevier
Der Freibergsdorfer Hammer ist ein erhaltenes Hammerwerk aus der protoindustriellen Zeit im Erzgebirge. Er liegt im Freiberger Bergrevier und ist der einzige erhaltene Eisenhammer in der Region. Von den ursprünglich zahlreichen Hammerwerken in Sachsen blieben nur drei Anlagen funktionsfähig, darunter dieser Hammer. Er war zudem das letzte Produktionswerk dieser Art in Sachsen. Der Hammer wurde erstmals 1607 erwähnt und war bis 1903 in Privatbesitz. Danach wurde er für Kupfererzeugnisse genutzt, bis der gewerbsmäßige Betrieb 1974 endete. Die Rekonstruktion erfolgte zwischen 1979 und 1989, wobei Sicherungsarbeiten an verschiedenen Teilen der Anlage durchgeführt wurden. Seit 1991 ist der Hammer für Besucher zugänglich, vor allem bei Veranstaltungen wie dem Deutschen Mühlentag. Der Hammer ist voll funktionsfähig und wird mit Wasser aus dem Hammerteich angetrieben. Ein hölzernes Wasserrad mit einem Durchmesser von fast vier Metern treibt eine achtkantige Hammerwelle aus Eichenholz an. Diese Welle wiegt etwa 7 Tonnen und ist 9,5 Meter lang. Drei Schwanzhämmer mit Bären von 250, 200 und 100 kg werden über eiserne Daumen bewegt. Die Anlage bietet einen Einblick in die Technik der protoindustriellen Zeit.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum, Eisenhammer
- Ort
- Freiberg
- Adresse
- Hammerweg 4, 09599 Freiberg
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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