📷 Bild: Wikimedia Commons
Burg Kettenburg
als Grenzburg des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg gegen das Bistum Verden errichtete, abgegangene Motte (Turmhügelburg) westlich des Stadtteils Kettenburg von Visselhövede im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme)
Die Burg Kettenburg war eine Motte, eine Turmhügelburg, die als Grenzburg des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg gegen das Bistum Verden errichtet wurde. Sie liegt westlich des Stadtteils Kettenburg in Visselhövede im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme). Die Burg stand am südöstlichen Ufer des Grenzflusses Lehrde auf lüneburgischem Gebiet. Sie wurde im 14. Jahrhundert errichtet und stand bis 1383 unter dem Bistum Verden. Die Burg war bis 1383 im Besitz der Herren von Schlepegrell und wurde 1362 von Henning von Havichorst als Vogt verwaltet. 1470 erhielt Johann Voged die Burgstelle sowie eine Befestigung aus Fachwerk. Die Familie nannte sich ab 1488 „von der Kettenburg“ und besaß die Burg bis 1744. Danach verfiel die Burg, und die 1655 errichtete Kapelle wurde abgerissen. Der Burgplatz blieb im Familienbesitz, und 1875–1878 wurde ein neues Schloss 200 m entfernt gebaut, das 1960 abgerissen werden musste. Heute ist die Burgstelle als Turmhügel mit einem Durchmesser von ca. 20 m und einer Höhe von ca. 1,30 m über dem Umland erkennbar. Spuren von verfüllten Gräben und Steinfragmente deuten auf eine größere Ausdehnung der Anlage von ca. 60 m hin. In der Mitte des 19. Jahrhunderts waren noch Steinmauern und Reste des Burggrabens vorhanden. Der Burgplatz bleibt ein Teil der Umgebung und ist Teil der Landschaft.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Visselhövede
In der Nähe
- Gut Stellichte2.9 km
- Sender Visselhövede3.5 km
- Weltvogelpark Walsrode8.9 km
- Außenstelle Schafstall10.8 km
- Hünenburg (Borg)9.5 km
- Kloster Walsrode11.0 km
QR-Code