Teriolis
spätrömisches Kastell und Straßenstation auf dem Gebiet der Marktgemeinde Zirl im Bezirk Innsbruck Land, Bundesland Tirol in Österreich
Teriolis ist ein spätrömisches Kastell und Straßenstation in der Marktgemeinde Zirl im Bezirk Innsbruck-Land, Tirol. Es lag auf dem Martinsbühel, einem 25 bis 30 Meter hohen Hügel am Ufer des Inn. Das Kastell war ein wichtiger Militärstützpunkt im Inntal und war mit einer Vexillation der Legio III Italica belegt. Es stand in der Provinz Raetia und war Teil der römischen Garnisonstruppen am Donau-Iller-Rhein-Limes. Zudem gab es eine frühchristliche Kirche aus dem 5. Jahrhundert an diesem Standort. Teriolis war eine Etappenstation auf der Römerstraße via Claudia Augusta Altinate nach Augusta Vindelicum. Die Straße verlief am rechten Innufer und führte zum Seefelder Sattel. Das Kastell war zentral für den Nachschubtransport und die Versorgung der Garnisonstruppen. Es gab einen Flussübergang, der von der Besatzung überwacht wurde. Die Region war bis ins 5. Jahrhundert besiedelt, wobei die römische Verwaltung im Inntal nach dieser Zeit endgültig aufgelöst wurde. Von Teriolis ist heute nichts mehr sichtbar. Die archäologischen Grabungen zeigten Mauerreste, einen Abwasserkanal und einen Kuppelofen. Die Anlage war vermutlich quadratisch und dem Gelände angepasst. Es gab ein Zugangstor an der Westmauer und mehrere Mauerzüge, die den Innenbereich umschlossen. Die Funde belegen, dass das Kastell bis ins 5. Jahrhundert genutzt wurde. Die Region war bis 765 n. Chr. von den Breonen besiedelt, und bis ins 15. Jahrhundert gab es eine Ruine, über die ein Jagdschloss errichtet wurde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Zirl
In der Nähe
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