Burg Krummesse
Burg in Schleswig-Holstein, Deutschland
Die Burg Krummesse steht im Lübecker Ortsteil Krummesse und ist die einzige mittelalterliche Turmhügelburg im Stadtgebiet der Hansestadt. Sie liegt westlich des Elbe-Lübeck-Kanals, zwischen den Hofanlagen des Lübecker Stadtgutes Krummesse und der Kanalbrücke. Der Burghügel hat einen Durchmesser von etwa 80 Metern und ist von Gräben und verlandeten Flachgewässern umgeben. Die Burg war Sitz der Ritter von Krummesse, die zu den einflussreichsten Familien des Herzogtums Sachsen-Lauenburg gehörten. Die Burganlage zählt zu den größeren nordelbischen Burganlagen des Mittelalters und war Teil des Landgutes der Ritter von Krummesse. Die Familie besaß neben Streuflächen in Lauenburg auch Güter wie Stochelsdorp, Niemark und später Kastorf, Beidendorfer See und andere Dörfer. Die Ritter von Krummesse wurden in wichtigen politischen Angelegenheiten wie dem Landfriedensvertrag von 1281 und der Kaiserwahl 1308 erwähnt. Die Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und durch einen Gutshof ersetzt. Die Burg Krummesse ist heute als eingetragenes Kulturdenkmal erhalten und hinter einer Einfamilienhausbebauung noch erkennbar. Der Burghügel ist strategisch an der Kreuzung der Landstraße von Lübeck nach Hamburg und des Stecknitzkanals gelegen. Umgeben von Gräben und Flachgewässern, bietet der Ort einen Blick auf die historische Lage und die Umgebung. Die Ritter von Krummesse verloren ab 1366 an Einfluss und gaben Flächen an Lübeck ab, was 1747 dauerhaft anerkannt wurde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Lübeck
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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