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Josefův Důl u Mladé Boleslavi
Gemeinde in Tschechien
Der Ort Josefův Důl u Mladé Boleslavi liegt fünf Kilometer nördlich des Zentrums von Mladá Boleslav in einer Flussschleife der Jizera. Die Gemeinde besteht aus einer ehemaligen Textilfabrik und der angeschlossenen Arbeitersiedlung. Sie grenzt im Norden an Bakov nad Jizerou und Bítouchov und befindet sich in einer Hochwasser-Gefahrenzone. Der Ort war ursprünglich Teil der Gemeinde Debř-Hrdlořezy und wurde 1873 zur eigenständigen Gemeinde. Die Textilmanufaktur Leitenberger, gegründet 1763, war ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Sie beschäftigte bereits 400 Weber und wuchs zu einer der größten Textilfabriken Böhmens. 1860 wurden über 13 Mio. Meter Stoffe produziert, 1880 bereits 17 Mio. Die Fabrik war bis 1999 tätig und war bis 1899 das größte Unternehmen seiner Art in Mitteleuropa. Die Fabrik war auch während des Zweiten Weltkriegs für die deutsche Kriegswirtschaft tätig. Im Ort steht die Gruft der Familie Leitenberger, ein 1860 errichtetes Schloss im Pseudo-Renaissance-Stil. Es war einst Familiensitz und später Gemeindezentrum, ist aber baufällig und nicht öffentlich zugänglich. Die Gemeinde war bis 1992 eingemeindet, wurde aber durch ein Referendum wieder selbständig. Die Textilfabrik blieb bis 1999 in Betrieb.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Tschechien
- Ort
- Okres Mladá Boleslav
- Seehöhe
- 215 m
In der Nähe
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