Keltensiedlung am Biberg
Archäologischer Fundplatz in Österreich
Die Keltensiedlung am Biberg befand sich auf einem Inselberg bei Kehlbach, südwestlich des Saalfeldener Beckens. Sie lag zwischen dem Steinernen Meer und den Leoganger Steinbergen im Salzburger Land. Die Kuppe des Bibergs wurde zwischen 1927 und 1957 fast vollständig durch einen Steinbruch abgetragen. Die Funde aus der mittleren und späten Latènezeit zeigen einen intensiven Handel mit südlichen Gebieten. Zu den wichtigsten Funden zählen Tonkeramik mit Kammstrichverzierung, eiserne Werkzeuge und die Bronzestatuette „Hirsch vom Biberg“. Diese Figur aus dem 2. oder 1. vorchristlichen Jahrhundert ist 10,8 cm hoch und wird vermutlich mit dem Gott Cernunnos in Verbindung gebracht. Die Höhensiedlung war vermutlich das Stammeszentrum der Ambisonten. Der Biberg wurde bis in die römische Zeit als Heiligtum genutzt. Nach der Römerbesetzung wurde er mit einer polygonalen Mauer befestigt, wobei ein Turm aus der Zeit um 175 n. Chr. erhalten blieb. Die Region blieb bis in die Völkerwanderungszeit besiedelt und wurde später von verschiedenen Adelsfamilien genutzt.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Saalfelden am Steinernen Meer
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