📷 Bild: Wikimedia Commons
Platz des Unsichtbaren Mahnmals
Denkmal in Deutschland
Der Platz des Unsichtbaren Mahnmals liegt vor dem Saarbrücker Schloss und wurde 1993 eingeweiht. Er ist der Vorhof des Schlosses und befindet sich im Zentrum der Stadt. Das Mahnmal ist ein künstlerisches Projekt, das die Geschichte der jüdischen Gemeinde in der Region erinnert. Es wurde durch eine Initiative von Jochen Gerz und Studenten entwickelt, die zwischen 1990 und 1993 heimlich Pflastersteine mit Ortsnamen jüdischer Friedhöfe bearbeiteten. Das Projekt wurde 1991 vom Stadtverbandstag Saarbrücken unterstützt und realisiert. 2146 Ortsnamen jüdischer Friedhöfe, die bis 1933 bestanden hatten, wurden in die Pflastersteine des Mittelstreifens des Schlossplatzes eingefräst und im Boden versenkt. Das Mahnmal ist nicht direkt sichtbar, sondern nur an unauffälligen Schildern erkennbar. Es soll die Verdrängung der Geschichte symbolisieren und die Erinnerung an die jüdische Bevölkerung wachhalten. Die Besonderheit des Platzes liegt in der unsichtbaren Form des Mahnmals, das in den Boden eingebettet ist. Die Pflastersteine mit den Namen der jüdischen Friedhöfe sind nur durch die Schilder sichtbar. Um den Platz zu erreichen, muss man den Schlossplatz betreten. Die Umgebung umfasst das Schloss, Geschäfte und historische Gebäude. Die Stille und die unauffällige Präsentation des Mahnmals unterstreichen die Bedeutung der Erinnerung.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Platz, Monument
- Ort
- Saarbrücken
- Adresse
- Schlossplatz, 66119 Saarbrücken
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- Museum für Vor- und Frühgeschichte36 m
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- Museum in der Schlosskirche des Saarlandmuseums56 m
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