Benelux

Chemin de la Corniche

Der Chemin de la Corniche verläuft in der Stadt Luxemburg auf den Wällen, die Spanier und Franzosen im 17. Jahrhundert über dem Tal der Alzette errichteten. Der Weg zieht sich vom Bockfelsen bis zum unteren Teil der Heiliggeist-Zitadelle und begrenzt damit die Oberstadt, deren Grenzen weitgehend denen der ehemaligen Festung Luxemburg entsprechen. Bis 1870 war die Corniche an den steil abfallenden Stellen mit Treppen versehen; erst nach der Schleifung der Festung, die dem Londoner Vertrag von 1867 folgte, wurden diese eingeebnet. Auch ein Großteil der mit Schießscharten versehenen Schutzmauern musste weichen und gab den Ausblick frei. Der Bockfelsen am einen Ende des Weges ist der Ort, an dem Graf Siegfried 963 das Kastell Lucilinburhuc erwarb, aus dessen Namen der der Stadt hervorging; das Stadtrecht erhielt die Siedlung 1244 von Gräfin Ermesinde. Vom Weg aus öffnet sich der Blick auf das Alzette-Tal, den tiefer gelegenen Stadtteil Grund und das Rham-Plateau, wobei die Aussichtspunkte balkonartig aus der Mauerflucht vorspringen. Die anschließende Oberstadt mit Place Guillaume II, Place d'Armes, der Kathedrale Notre-Dame und dem großherzoglichen Palais bildet den historischen Stadtkern, der unter dem Schutz des UNESCO-Welterbes steht. Zwei öffentliche Aufzüge verbinden das Viertel mit den tiefer liegenden Stadtteilen: der Aufzug zum Grund und der Panoramalift zwischen Pfaffenthal und Oberstadt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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