KlosterBayern

Kloster Benediktbeuern

Kloster Benediktbeuern liegt unweit des Kochelsees am Fuß der Benediktenwand und geht auf eine Gründung des 8. Jahrhunderts zurück; der erste Abt Lantfrid amtierte Mitte der 760er Jahre. Nach der Zerstörung durch die Ungarn 955 belebten Mönche aus Tegernsee die Abtei 1031 neu. Um 1250 umfasste die Bibliothek etwa 250 Handschriften. Eben diese Bibliothek machte den Ort weltberühmt. Bei der Säkularisation 1803 fand man dort die Carmina Burana, eine Sammlung von Vagantenliedern des 13. Jahrhunderts, die heute in der Bayerischen Staatsbibliothek liegt und Carl Orff später als Vorlage diente. Ein zweites Kapitel folgte unmittelbar: Josef von Utzschneider erwarb die Gebäude 1805 und richtete eine Glashütte ein, in der Joseph Fraunhofer von 1808 bis 1819 arbeitete. Hier gelang ihm schlierenfreies Flintglas, hier entdeckte er die nach ihm benannten Fraunhoferschen Linien – aus einem aufgelösten Kloster wurde für ein gutes Jahrzehnt ein Zentrum der optischen Forschung. Die Bausubstanz erzählt ihre eigene Geschichte: Nach dem Großbrand von 1490 folgte der Wiederaufbau bis 1493, die barocke Umgestaltung erfolgte 1669 bis 1679, die Klosterkirche entstand ab 1672, die Anastasiakapelle wurde 1751 bis 1753 angebaut. Seit 1930 nutzen die Salesianer Don Boscos die Anlage.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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