📷 Bild: Wikimedia Commons
Grodzka-Tor
Das Grodzka-Tor liegt nordöstlich in der historischen Altstadt von Lublin und war ursprünglich Teil der Stadtmauer. Es war zwischen dem christlichen Stadtteil und dem ehemaligen Jüdischen Viertel um das Schloss gelegen und wurde daher auch als „Judentor“ bezeichnet. Das heutige Erscheinungsbild entstand 1785 durch die Renovierung unter der Leitung von Domenico Merlini. Das Tor war ein wichtiger Teil der Verteidigungsanlage, bis es im 18. Jahrhundert als Handelsgebäude genutzt wurde. 1873 erwarb Chaim Kleiman das Tor sowie angrenzende Gebäude, wodurch es in die Nachbarhäuser integriert wurde. 1945 verschlechterte sich der Zustand des Gebäudes, und 1954 wurde die Instandsetzung abgeschlossen. Seit 1992 wird das Tor vom Kulturverein „Brama Grodzka – Teatr NN“ genutzt. Das Tor besitzt eine Höhe von zwölf Metern und einen Durchgang mit Rundbogen, der durch ein Satteldach abgeschlossen wird. Auf der Seite der Altstadt ist ein Monogramm König Stanislaus II. sowie die Jahreszahl MDCCLXXXV (1785) zu erkennen. Rechts und links des Giebels der Innenstadtseite befinden sich je eine Vase. Die Umgebung um das Tor umfasst die historische Altstadt sowie das Schloss und das ehemalige Jüdische Viertel.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Stadttor, Baudenkmal
- Ort
- Lublin
- Erbaut
- 1342
- Baustil
- Klassizismus
- Architekt
- Domenico Merlini
- Denkmalstatus
- unbewegliches Denkmal (Polen)
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