📷 Bild: Wikimedia Commons
Château d'Urville
Schloss in Frankreich
Das Château d’Urville liegt am linken Ufer der Nied in Courcelles-Chaussy, einem Ort im Département Moselle. Es war bis 1918 das Sommerresidenzschloss des deutschen Kaisers Wilhelm II., der es 1890 erwarb. Die Anlage wurde im 12. Jahrhundert als Burg errichtet und bis 1588 zerstört, ehe sie als Schloss wieder aufgebaut wurde. Im 19. Jahrhundert wurde sie durch verschiedene Besitzer weiter ausgebaut und verändert, darunter durch Baron Louis Sers, der den Schlosspark und die Fassade veränderte. Wilhelm II. nutzte das Schloss häufig für Sommerurlaube und besuchte es bis 1912 insgesamt 14 Mal. Während seiner Zeit wurde ein Fürstenbahnhof und eine Halle für den Hofzug errichtet. Das Schloss war ab 1894 für Besucher zugänglich und beherbergte während des Ersten Weltkriegs deutsche Soldaten. Nach dem Krieg wurde es von Frankreich beschlagnahmt und bis 1927 verwaltet. 1945 ging es in den Besitz des französischen Staates über, der es später zur Ausbildung in Landwirtschaft und Landschaftsplanung nutzte. Heute ist das Schloss ein Bildungszentrum für Landwirtschaft und Umwelt. Es beherbergt die Verwaltung und eine Wohnung sowie Werkstätten für Ausbildung. Der Schlosspark, der 1926 zum Denkmal erklärt wurde, ist Teil der Ausstellungsfläche. Die Anlage ist Teil des Établissement Public Local d’Enseignement Agricole et Horticole und bildet jährlich über 900 Schüler und 1000 weitere Fachkräfte aus.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Ort
- Courcelles-Chaussy
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