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Reiniger, Gebbert & Schall

Medizintechnikunternehmen

Die offene Handelsgesellschaft „Reiniger, Gebbert & Schall“ (RGS) war ein Unternehmen aus Erlangen, das 1886 aus zwei Werkstätten entstand. Es fertigte feinmechanische und elektromedizinische Geräte an, wie Galvanometer, Lampen und Induktionsapparate. Die Firma hatte Standorte in Erlangen, Stuttgart und New York, doch die letzteren wurden bald aufgegeben. Die drei Gründer übernahmen verschiedene Aufgaben: Reiniger kümmerte sich um die kaufmännlichen Belange, Gebbert um die Produktion und Schall um die Konstruktion und Vertrieb. Das Unternehmen wuchs schnell, etwa 1893 zogen 100 Mitarbeiter in ein neues Fabrikgebäude. Die Produktpalette erweiterte sich um Glühlampen, Zahnarztgeräte und Röntgenapparate. 1896 begann RGS, vor allem Röntgenröhren zu produzieren, nachdem Wilhelm Conrad Röntgen seine Entdeckung bekannt gemacht hatte. 1906 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, doch Max Gebbert starb ein Jahr später. Später wurde RGS mit Siemens & Halske fusioniert, um die Krise zu überstehen. In Erlangen entstanden nach der Fusion die Siemens-Reiniger-Werke AG, die die elektromedizinische Produktion übernahmen. Die Firma war bekannt für Röntgenröhren und -apparate und war weltweit tätig. 1932 wurde sie mit weiteren Firmen zur Siemens-Reiniger-Werke AG vereinigt. Die medizintechnische Produktion blieb in Erlangen, während andere Standorte in Berlin und Rudolstadt existierten. Die RGS war ein bedeutender Hersteller in der Elektromedizin und hatte einen starken internationalen Einfluss.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Organisation
Ort
Erlangen
Erbaut
1886
Denkmalstatus
Baudenkmal in Bayern
Quellen:Reiniger, Gebbert & Schall (CC0-1.0)

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