Weltkulturerbe Rammelsberg
Der Rammelsberg südlich von Goslar ist das einzige Bergwerk der Welt, in dem über mehr als tausend Jahre ohne nennenswerte Unterbrechung Erz gefördert wurde. Heute sind Tagesanlagen und Grubengebäude als Museum und Besucherbergwerk zugänglich. Seit dem 14. Dezember 1992 steht die Anlage gemeinsam mit der Goslarer Altstadt auf der UNESCO-Welterbeliste; 2010 wurde die Stätte um die Oberharzer Wasserwirtschaft erweitert. Die Erzlagerstätte entstand im Devon durch submarine hydrothermale Prozesse und barg Gold, Silber, Blei, Kupfer und Zink. Der Abbau begann vermutlich im 9. oder 10. Jahrhundert; für das Jahr 1489 sind 17 Gruben belegt. Das Silber des Rammelsbergs begründete den Reichtum Goslars als Kaiserstadt. In den 1930er und 1940er Jahren wurde das Werk im Rahmen des Vierjahresplans modernisiert, weil die Metalle als kriegswichtig galten. Am 30. Juni 1988 endete die Förderung, nachdem die Lagerstätte erschöpft war; insgesamt kamen rund 27 Millionen Tonnen Erz zutage. Der Besuch verbindet Übertage- und Untertageteile. Führungen starten in kurzen Abständen und gehen wahlweise mit der Grubenbahn in den Berg oder zu Fuß durch den Roeder-Stollen, in dem historische Wasserräder erhalten sind. Dazu kommen Dauer- und Sonderausstellungen zur Bergbaugeschichte. Ganzjährig geöffnet, für Museum und eine Führung sollte man etwa drei Stunden einplanen. Untertage ist es kühl, warme Kleidung ist sinnvoll.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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