📷 Bild: Wikimedia Commons
Burgwall Tessin
Burg in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
Der Burgwall von Tessin ist eine abgegangene Niederungsburg am südlichen Stadtrand von Tessin, im Landkreis Rostock, nahe der Recknitz. Der Burghügel hat einen ovalen Form mit bis zu 90 Meter Durchmesser. Der einzige Zugang liegt im Nordosten. Die Anlage entstand vermutlich im frühen Mittelalter und wurde im 12. Jahrhundert durch den christianisierten Slawenfürsten Heinrich Borwin I. als deutsche Burg umgebaut. Die Burgstelle wurde bis ins 15. Jahrhundert genutzt und diente als Fürstenburg. Die Burg war bis 1540 als Vogtei bestehend, als die Vogtei Tessin endgültig aufhörte zu existieren. In der Neuzeit wurde ein Eiskeller am Burgwall errichtet, der 2005 als Touristenattraktion wiederhergestellt wurde. Auf dem Gelände befand sich eine Windmühle, weshalb das Gebiet heute als „Mühlenberg“ bekannt ist. 250 Meter südwestlich des Mühlenberges liegt möglicherweise eine weitere slawische Burganlage, die durch den Flurnamen „Oll Borg“ oder „Alte Burg“ sowie Funde jungslawischer Keramik belegt wird. Auf dem Burgwall und im Umfeld gibt es Ausblicke auf die Region und die Recknitz. Die Anlage ist Teil der archäologischen Geschichte der Gegend und belegt die Besiedlung durch slawische und deutsche Kulturen. Die Windmühle und der Eiskeller sind Zeugnisse der Nutzung der Stelle in verschiedenen Epochen. Die Umgebung bietet einen Eindruck von der Landschaft und den historischen Veränderungen der Region.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg, slawischer Burgwall
- Ort
- Tessin
- Denkmalstatus
- Bodendenkmal in Mecklenburg-Vorpommern
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