Kanton SolothurnBezirk Kanton Solothurn

Chesselgraben, alt- und mittelsteinzeitliche Abrisiedlung

archäologische Stätte in Erschwil im Kanton Solothurn, Schweiz

Der Abri Chesselgraben ist eine Halbhöhle im Norden des Dorfes Erschwil im Kanton Solothurn. Er liegt am Fuße einer steilen Felswand, ein paar Meter vom Chesselgrabenbach entfernt. Die Stelle ist von der Strasse nicht einsehbar und nur über Kletterei und ein trockenes Bachbett erreichbar. Die Halbhöhle wurde 1985 entdeckt, als Funde aus der Altsteinzeit zum Vorschein kamen. Die Ausgrabung unter Leitung von Jürg Sedlmeier führte zu wichtigen Erkenntnissen. Die Funde belegen, dass Erschwil während der Alt- und Mittelsteinzeit bewohnt war. Die Menschen lebten als Jäger und Sammler und nutzten die Umgebung für Fischfang, Jagd und Sammlung. In der Mittelsteinzeit (ca. 8000 bis 5000 v. Chr.) fanden sich zwei Fundschichten, darunter eine aus der Magdalénien-Kultur um 10’000 v. Chr. mit einer Feuerstelle aus flachen Kalksteinen. Heute ist die Stelle von Vegetation und Bodenveränderungen beeinflusst. Sträucher und Ranken überwuchern den Fuss der Felswand, und die Bodenhöhe ist leicht angestiegen. Die Balm ist noch erkennbar, aber weniger deutlich als 1985. Die Fundstelle bleibt ein wichtiger archäologischer Ort, der die Lebensbedingungen der Steinzeitbevölkerung in der Region widerspiegelt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte
Ort
Erschwil
Denkmalstatus
Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung

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