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Hülfensberg
Berg in Deutschland
Der Hülfensberg ist ein 448 Meter hoher Berg in der Gemeinde Geismar im Landkreis Eichsfeld in Thüringen. Er liegt südwestlich von Geismar, nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze und war bis 1989 in der DDR-Sperrzone. Der Berg wird seit dem Spätmittelalter als Wallfahrtsort genutzt und trägt den Namen „Heiliger Berg des Eichsfeldes“. Auf dem Gipfelplateau befinden sich eine Kirche, ein Franziskanerkloster und ein sichtbares Kreuz. Der heutige Name leitet sich vom Hülfenskreuz ab, einem zentralen Wallfahrtsobjekt. Die Wallfahrten auf dem Hülfensberg sind seit dem Spätmittelalter bekannt und erreichten in der Zeit der Franziskaner 1860 einen Aufschwung. Die wichtigsten Termine sind die Bittwallfahrt, die Hauptwallfahrt, die Johanneswallfahrt und die Michaelswallfahrt. Die Zahl der Besucher schwankte zwischen 15.000 und 60.000, wobei die DDR-Zeit die Zugangsmöglichkeiten stark eingeschränkte. Seit der Wende ist der Berg uneingeschränkt zugänglich. Die Wallfahrt ist mit kirchlichen Festen verbunden und hat eine lange Tradition. Auf dem Hülfensberg gibt es mehrere Wallfahrtswege, darunter der traditionelle Kreuzweg auf der Nordseite, der in der Feldflur als 700 Meter langes, schnurgerades Alleenstück angelegt ist. Der „Prozessionsweg“ beginnt in Großtöpfer und wurde während der DDR-Zeit durch die Grenze unterbrochen. Der südliche „Totenweg“ führt von Bebendorf aus. Zudem gibt es das Dr.-Konrad-Martin-Kreuz, das 1933 eingeweiht wurde und 1990 restauriert wurde. Der Platz am Kreuz bietet einen weiten Ausblick ins Eichsfeld. Die Franziskaner betreuen die Wallfahrt und bieten seelsorgerliche Dienste an.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Berg
- Ort
- Thüringen
- Seehöhe
- 448 m
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