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Benediktinerinnenkloster St. Martin
Kloster in Hermetschwil-Staffeln im Kanton Aargau, Schweiz
Das Benediktinerinnenkloster St. Martin, heute als Kloster Hermetschwil bekannt, liegt auf einer Anhöhe im Ortsteil Hermetschwil von Bremgarten. Es befindet sich über dem westlichen Ufer der Reuss und war ursprünglich eine Abtei der Schweizerischen Benediktinerinnenföderation. Das Kloster wurde im 12. Jahrhundert gegründet, 1876 aufgehoben und 1985 wieder errichtet. Es war Teil eines Doppelklosters mit dem Kloster Muri. Das Kloster war bis ins 17. Jahrhundert eine bedeutende religiöse und kulturelle Institution. Die Nonnen stammten aus dem Landadel und Bürgerfamilien, und die Abtei besaß Herrschaftsrechte im Reusstal. Die Blütezeit begann im 17. Jahrhundert, als die Anlage in mehreren Etappen erweitert wurde. Die Äbtissin Maria Anna Brunner war eine bedeutende Figur dieser Epoche. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage renoviert und die Abtei musste sich nach dem Kulturkampf 1876 aufgeben. Die Klosteranlage umfasst eine trapezförmige Ringmauer, die mehrere Gebäude umschließt, darunter die Klosterkirche, das Konventgebäude, das Gästehaus und den Archivturm. Die Kirche wurde im 17. Jahrhundert erbaut und ist in spätgotischem Stil. Im Hof befinden sich die ehemalige Bäckerei, die Klosterscheune und das Pächterhaus. Die Bibliothek des Klosters enthält über 50 mittelalterliche Manuskripte, darunter ein Gebetbuch aus dem 12. Jahrhundert. Die Nonnen sorgen heute für den Weiterbestand des Klosters und engagieren sich in sozialen Aufgaben.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- religiöse Gemeinschaft, Benediktinerinnenkloster, Kloster, Abtei, Bauwerk
- Ort
- Bremgarten
- Adresse
- Klosterhof 3, 5626 Hermetschwil
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse A von nationaler Bedeutung
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