kaernten

Klosterruine Arnoldstein

Über dem Ortszentrum von Arnoldstein steht die Ruine eines Benediktinerklosters, das 1106 von Bischof Otto I. gegründet wurde – an der Stelle einer älteren Burg, die auf einen Gründer namens Arnold zurückgeht und dem Ort den Namen gab. Die Ruine steht auf einer Anhöhe über dem Ort, nahe dem Dreiländereck von Österreich, Italien und Slowenien. Die Geschichte des Klosters ist eine Kette von Rückschlägen. Ein schweres Erdbeben 1348 richtete große Schäden an, es folgten Pest und venezianische Einfälle, 1476 die Zerstörung durch einen Türkeneinfall. Ab 1495 kam mit einer von den Fuggern bewilligten Schmelzhütte die Industrie an den Ort – Arnoldstein wurde zum Bergbau- und Verhüttungsplatz. 1783 hob Kaiser Joseph II. das Kloster auf, ein Großbrand 1883 vernichtete die Anlage endgültig. Erst 1992 begann die umfassende Revitalisierung: rund 15.000 Kubikmeter Schutt wurden abgetragen, die baulichen Arbeiten zogen sich bis 2014. Heute wird die Ruine als Kulturzentrum bespielt. Konzerte, Ausstellungen, Theateraufführungen, Lesungen, Seminare und Hochzeiten finden in den freigelegten Räumen und im Hof statt, der Schwerpunkt liegt in der warmen Jahreszeit. Der Aufstieg vom Ort her ist kurz; für Rundgang und Aussicht genügt eine knappe Stunde.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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