📷 Bild: Wikimedia Commons
Schnepfenburg (Friedrichsdorf)
Burgruine in Deutschland
Die Schnepfenburg ist eine abgegangene mittelalterliche Motte am nördlichen Rand von Friedrichsdorf im Hochtaunuskreis. Sie liegt in der Mulde, deren Gewässer einst den Schanzengraben füllte. Die Anlage umfasst einen 58 Meter durchmessenden Erdwall, der 10 Meter breit und 2 Meter hoch ist. Der Graben ist ebenfalls 10 Meter breit und 2 Meter tief. Die Burgstall war im Ausgang der Mulde angeordnet, während eine talseitige Wirtschaftsanlage nicht mehr erhalten ist. Die Schnepfenburg wurde im Dreißigjährigen Krieg vollständig zerstört. Nach der Eroberung blieb der Bereich unbesiedelt, bis 1804 der Ort Dillingen westlich der Burg gegründet wurde. Seit dem Zweiten Weltkrieg entstanden um die Burg Wohnhäuser, während die Schnepfenburg sich in einem Wäldchen befindet. Ein Aussichtspavillon steht am talseitigen Rand des Walls, doch der Blick in Richtung Innenstadt und Hugenottenstraße ist zugewachsen. Der Bereich der Wallanlage ist als Bodendenkmal geschützt. Nachforschungen und Funde sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde müssen an die Denkmalbehörden gemeldet werden. Die Schnepfenburg ist Teil der Geschichte Friedrichsdorfs und bietet Einblick in die mittelalterliche Burgenkultur der Region.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Burgruine
- Ort
- Friedrichsdorf
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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