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Kastell Salisberg

ehemaliges römisches Kastell im Obergermanisch-Raetischen Limes nordöstlich des Ortskerns von Hanau-Kesselstadt

Kastell Salisberg ist ein römisches Kastell in der Region um Hanau, im Main-Kinzig-Kreis in Hessen. Es lag auf einer Erhebung über Fließgewässern und wurde im 19. Jahrhundert von der Brauerei Kaiser bebaut. Die archäologischen Funde zeigen, dass das Kastell vermutlich um 100 n. Chr. besetzt war und bis etwa 110 n. Chr. genutzt wurde. Es stand vermutlich als Nachfolger des Kastells Kesselstadt und wurde später durch andere Kastelle übernommen. Das Kastell ist durch eine Römerstraße mit einer Brücke über den Main verbunden. Im Bereich des Kastells wurden ein älteres und ein jüngeres Bad freigelegt, wobei das jüngere Bad mit 43 Metern Länge zu den größeren Militärbädern am Limes zählt. Südlich des Kastells entstand eine Zivilsiedlung, die auch nach Abzug der Soldaten bestand. In der Vicus-Region wurden zahlreiche Funde gemacht, darunter ein Münzschatz mit 485 Silbermünzen und die Quittung vom Salisberg, das älteste erhaltene Schriftstück aus Deutschland. Die Anlage umfasst nur einen kleinen Teil der ursprünglichen Struktur, da sie stark überbaut wurde. Das Kastellbad wurde von Georg Wolff ausgegraben und ist heute auf dem Kesselstädter Friedhof zugänglich. Die Siedlung und das Kastell wurden bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. genutzt, bis die Limeslinie verlassen wurde. Die Funde sind im Museum Schloss Steinheim ausgestellt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
Ort
Hanau
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland

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