Grube Ludwig

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Grube Ludwig

Museum in Deutschland

Die Grube Ludwig in Wald-Michelbach ist ein stillgelegtes Manganbergwerk im Odenwald. Sie liegt im Westen der Gemeinde, bergseitig des Weges Am Wetzel. Das Bergwerk wurde zwischen 1889 und 1918 betrieben und war Teil eines Grubenfelds mit mehreren Schächten und Stollen. Die Streckenlänge beträgt mindestens 1800 Meter, und mehrere Mundlöcher ermöglichten den Zugang. Die Grube war das kleinste Bergwerk im Feld und wurde 1993 als Besucherbergwerk wiedereröffnet. Die Grube Ludwig war von 1889 bis 1918 in Betrieb, wobei das Siegener Bergbauunternehmen Hesse und Schulte sowie die Siegener Eisenindustrie AG die Produktion leiteten. Etwa 30 Bergleute arbeiteten hier zusammen mit der Grube Morgenstern, um insgesamt 7430 Tonnen Manganerz abzubauen. Das Erz wurde in einem Rückhaltebecken gereinigt und mit Fuhrwerken abtransportiert. Die Verhüttung erfolgte per Zug vom Bahnhof Unter-Wald-Michelbach, der über eine Drahtseilbahn erreicht wurde. Das Zechenhaus aus dem Jahr 1893 diente als Bergbaubüro und Unterkunft. Heute ist nur der Stollen I zugänglich, der als Besucherbergwerk genutzt wird. Er hat eine Länge von 85 Metern, eine lichte Höhe von 1,7 bis 2 Metern und eine Temperatur zwischen 8 und 11 °C. Jährlich besuchen etwa 1200 Menschen die Grube. Nach der Schließung 1918 wurde sie im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzstollen genutzt und später als Lager- und Müllkippe verwendet.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Museum
Ort
Wald-Michelbach

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