Besucherbergwerk F60
Die F60 bei Lichterfeld im Elbe-Elster-Land ist eine Abraumförderbrücke aus dem Braunkohletagebau und damit eine der größten beweglichen Maschinen, die je gebaut wurden: 502 Meter lang, 204 Meter breit und über 11.000 Tonnen schwer. Ihre Aufgabe war es, den Abraum über der Kohle abzutragen und auf der Kippenseite wieder abzusetzen — ein Gerät, das nicht in eine Landschaft gestellt, sondern durch sie hindurchbewegt wurde. Ihren Beinamen liegender Eiffelturm verdankt sie den Maßen: Gestellt wäre sie höher als das Pariser Original, und wie dort besteht die Konstruktion aus einem offenen Fachwerk, das aus der Nähe filigran wirkt und aus der Ferne massiv. Nach dem Ende des Tagebaus blieb sie als Denkmal der Lausitzer Industriekultur stehen, während die Grube ringsum geflutet wurde. Der Besuch führt über Treppen und Stege bis in etwa achtzig Meter Höhe; der Aufstieg ist nur mit Führung möglich und verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Von oben überblickt man die rekultivierte Bergbaufolgelandschaft mit dem Bergheider See. Die Hauptsaison mit regelmäßigen Führungen läuft von März bis Oktober, im Winter ist der Betrieb eingeschränkt. Im Werkstattwagen gibt es eine Kantine mit Bergmannskost; der See nebenan lässt sich per Rad umrunden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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