📷 Bild: Wikimedia Commons
Burgstall Mühlhausen
archäologische Stätte in Deutschland
Der Burgstall Mühlhausen ist eine abgegangene Höhenburg auf dem Lechrain, etwa 200 Meter nördlich der Pfarrkirche von Mühlhausen in der Gemeinde Affing. Sie liegt auf 515 m ü. NN und war ein Sitz eines wittelsbachischen Dienstmannen-Geschlechtes. Die heute sichtbaren Erdwerke stammen aus dem 12. Jahrhundert und zeigen die Struktur einer hochmittelalterlichen Ministerialenburg. Die Burg entstand im 12. Jahrhundert und war bis 1217 mit vier Namensträgern verbunden. Das lehnbare Amt Mühlhausen umfasste 15 Höfe, 3 Huben, ein Gut, 2 Mühlen und eine Schwaige. 1388 wurde die Burg während des „Städtekrieges“ von Augsburgern gestürmt und zerstört. 1405 verpfändeten die Herzöge die Burg an die Herren von Burgau. Bis ins 15. Jahrhundert blieb die Anlage erhalten, bis sie schließlich als Steinbruch genutzt wurde. Der Burgstall hat eine annähernd dreieckige Form mit einer Hauptburg von etwa 38 × 38 Meter und einem Halsgraben bis zu 6,50 Meter tief. Eine Vorburg und mehrere Vorwerke schützen die Anlage. Die Geländeform und die Lage deuten auf eine mögliche frühmittelalterliche Vorgängerburg hin. Die Anlage wird als mittelalterlicher Burgstall unter der Denkmalnummer D 7-7531-0051 verwaltet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg, Archäologische Stätte
- Ort
- Affing
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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