📷 Bild: Wikimedia Commons
Kloster Töss
ehemaliges Dominikanerinnenkloster in Winterthur
Das Kloster Töss war ein Dominikanerinnenkloster im Winterthurer Stadtteil Töss, das im 13. Jahrhundert gegründet wurde. Es stand im Gebiet «In den Wyden» und umfasste eine Kirche, ein Schwesternhaus und eine Mühle. Die Kirche, ein langgestreckter einschiffiger Bau, wurde 1315 geweiht. Das Kloster war bis ins 19. Jahrhundert ein bedeutender religiöser und kultureller Ort, bis es 1833 abgerissen und durch die Maschinenfabrik Rieter ersetzt wurde. Das Kloster war besonders in der Blütezeit im 13. und 14. Jahrhundert bekannt, als es über hundert Nonnen beherbergte und reich war. Es besass grosse Grundbesitze und war bei Adel und Patrizierfamilien beliebt. Die Nonnen lebten unter strengen Regeln, doch im Laufe des 15. Jahrhunderts wurden diese gelockert. Im 16. Jahrhundert wurde das Kloster aufgelöst, und die Gebäude wurden nach der Reformation als Amtshäuser genutzt. Die Klosterkirche diente später als Pfarrkirche. Vor Ort erinnert die Klosterstrasse an das Kloster, und ein ehemaliges Mühlengebäude ist als Durchgangszentrum für Asylsuchende erhalten. Die Wandmalereien des Kreuzganges, die 19. Jahrhundert zerstört wurden, sind durch Nachzeichnungen überliefert. Die Geschichte des Klosters ist in Schwesternbüchern und historischen Werken dokumentiert, die bis heute Forschung und Erinnerung bewahren.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, Konvent, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Töss
- Adresse
- Klosterstrasse
- Erbaut
- 1201
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung
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