Wolfsscheune

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Wolfsscheune

Ruine in Bad Doberan

Die Wollscheune, auch Wolfsscheune genannt, ist eine denkmalgeschützte Ruine in Bad Doberan, Mecklenburg-Vorpommern. Sie liegt nördlich der Klosterstraße im nordwestlichen Bereich des Klosters Doberan. Das Gebäude ist ein Beispiel der lübischen Architektur des späten 13. Jahrhunderts und wurde vermutlich im Amt des Abtes Conrad III von Lübeck errichtet. Es handelt sich um ein zweigeschossiges Backsteingebäude mit einem repräsentativen Saalgeschoss und mehreren Räumen im Erdgeschoss. Die Wollscheune war in ihrer Geschichte vielfältig genutzt. Sie diente als Unterkunft für Gäste, als Hospiz und als Vorratslager. Später wurde sie als Wollmanufaktur genutzt, die 1762 mit 24 Webstühlen in Betrieb genommen und 1767 wieder geschlossen wurde. Danach diente sie als Getreidescheune. Um 1850 wurde das Dach durch einen Sturm beschädigt, und das Gebäude verfiel. Es wird angenommen, dass der Verfall bewusst gefördert wurde, um eine pittoreske Ruine im Stil eines englischen Landschaftsparks zu schaffen. Die Ruine umfasst eine Grundrissfläche von 31,8 mal 11 Metern und besteht aus Hüllenmauerwerk mit Füllmaterial. Erhalten geblieben sind die nördliche Seitenwand sowie die westliche und östliche Giebelwand. Die Fenster sind als Segmentbögen gestaltet. Der Name Wolfsscheune könnte sich auf den nahe gelegenen Wolfsberg beziehen. Die Umgebung um die Ruine ist geprägt von der Landschaft des Klosterareals und dem englischen Landschaftspark.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Ruine
Ort
Bad Doberan
Erbaut
1300
Denkmalstatus
Baudenkmal in Mecklenburg-Vorpommern

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