Norddeutschland

Ellenbogen Sylt

Der Ellenbogen ist der nördlichste Teil von Sylt und zugleich die nördlichste Landspitze Deutschlands. Die Halbinsel bei List misst rund 4,5 Kilometer in der Länge und bis zu 1,2 Kilometer in der Breite, insgesamt etwa drei Quadratkilometer. Hier trifft die offene Nordsee auf das Wattenmeer; die dänische Insel Rømø liegt gut vier Kilometer nordöstlich und ist per Fähre zu erreichen. Die Landschaft besteht aus Dünen und Heide, höchste Erhebung ist der Ellenbogenberg mit knapp 28 Metern. An den beiden Enden stehen die Leuchttürme List West und List Ost. Nahezu das gesamte Gebiet ist geschützt: Es gehört zum Naturschutzgebiet Nord-Sylt und in Teilen zum Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. In beiden Weltkriegen war die Halbinsel dicht mit militärischen Anlagen bebaut, deren Reste bis in die 1950er Jahre weitgehend beseitigt wurden. Heute weiden hier Schafe, die an Fahrzeuge und Besucher gewöhnt sind. Die Zufahrt führt über eine private Mautstraße; Radfahrer und Fußgänger zahlen nichts. Mehrere Parkplätze erschließen Strandübergänge, der größte liegt beim Leuchtturm List Ost. Baden ist im gesamten Gebiet untersagt, weil die Strömungen unberechenbar sind. Wer herkommt, kommt wegen der Weite, der Vögel und des Blicks über Watt und offene See, besonders in den Abendstunden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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