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Burg Gardelegen
Burg in Sachsen-Anhalt, Deutschland
Die Burg Gardelegen, auch Isenschnibbe genannt, war eine Landesburg aus dem 10. Jahrhundert in der heutigen Stadt Gardelegen im Land Sachsen-Anhalt. Sie stand bis 1857 im Besitz der Familie von Alvensleben und war bis ins 16. Jahrhundert ein halbsouveränes Zentrum mit Gerichtsbarkeit und Zollrechten. Die Burg war zentral für die Entwicklung der Stadt und besaß große Waldungen, Dörfer und ein Schutzrecht über das Kloster Neuendorf. Die Burg war bis 1783 bewohnt und hatte eine komplexe Befestigungsanlage mit Graben system, Rundturm und Brunnen. 1784 wurde sie abgetragen, und ein spätbarockes Herrenhaus errichtet. 1831 verlegten die Burgherren ihren Wohnsitz nach Weteritz, wo ein Landschaftspark entstand. Das Schloss Isenschnibbe, ein spätes Anwesen der Familie Bloch von Blottnitz, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der sowjetischen Kommandantur übernommen und bis in die 1990er Jahre als Kreisparteischule genutzt. Im Schloss Isenschnibbe wurden historische Räume und ein Park erhalten, der bis heute Teil der Stadtlandschaft ist. Die Familie Rothermel sanierte das Gebäude ab 2007 mit EU-Fördermitteln und setzte es in einen Erhaltungszustand. Der Park wurde wiederhergestellt, und das Schloss steht heute als Denkmal unter Schutz. Die Nachfolge des Schlosses ist in der Stadt weiterhin spürbar, und das Gelände wird als Teil der Stadtentwicklung betrachtet.
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- Art
- Burg
- Ort
- Gardelegen
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