📷 Bild: Wikimedia Commons
Deportationsmahnmal Schlachthoframpe
Denkmal in Wiesbaden, Deutschland
Das Deportationsmahnmal Schlachthoframpe in Wiesbaden erinnert an die Deportationen jüdischer Bürger während des Nationalsozialismus. Es steht an der ehemaligen Viehverladerampe des Schlachthofs, die für die Deportationen genutzt wurde. Die Anlage wird vom Stadtarchiv Wiesbaden verwaltet und besteht aus einer Kastanienallee, einer Wand mit Bild und Informationsstele. Die Deportationen begannen bereits 1933, als die ersten jüdischen Bürger ermordet wurden. Bis 1942 wurden über 3000 Menschen jüdischen Glaubens aus Wiesbaden deportiert. Die ersten Deportationen fanden 1938 und 1942 statt, wobei insgesamt etwa 370 Personen ins Ghetto Theresienstadt geschickt wurden. Rund hundert Menschen starben während dieser Zeit durch Suizid. Nach der Befreiung 1945 lebten noch etwa zwanzig Juden in der Stadt. Das Mahnmal besteht aus einer Kastanienallee, die zu einer erhaltenen Fabrikwand führt, an der ein Bild der Deportationen präsentiert wird. Die Pflanzschalen enthalten Textfragmente aus Briefen der Deportierten. Die Anlage wurde 2010 eröffnet und wurde von dem Aktiven Museum Spiegelgasse initiiert. Sie wird von einer Informationsstele flankiert und erinnert an die historischen Vorgänge.
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- Art
- Monument
- Ort
- Wiesbaden
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