📷 Bild: Wikimedia Commons
Gonda (Lavin)
Gonda ist eine verlassene mittelalterliche Siedlung aus dem 12. Jahrhundert, die heute als Denkmal unter Schutz steht. Sie liegt im Unterengadin, im Kanton Graubünden, etwa 20 Minuten Fußweg von Lavin entfernt. Die Ruinen der Siedlung sind leicht zugänglich und liegen in einer von Wiesen und Bäumen durchsetzten Landschaft. Die Siedlung war Teil der Fraktion Lavin und wurde im 16. Jahrhundert erstmals als Dorf erwähnt. Im 17. Jahrhundert wurde sie verlassen, vermutlich aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten, Naturkatastrophen und politischer Unruhen. Die Siedlung bietet eine einzigartige Gelegenheit, eine mittelalterliche Dorfstruktur zu erforschen, die nicht durch spätere Überbauungen verändert wurde. Die Ruinen umfassen die Kirche sowie Mauerreste von neun Gebäuden. Die Kirche war ein einfacher Saalbau mit runder Apsis und Holzdecke, vermutlich erbaut um 1200. Sie wurde 1983 ausgegraben und untersucht. Die Fresken und Weihekreuze sind nicht mehr vorhanden, doch die Struktur der Kirche bleibt ein wichtiger archäologischer Fund. Die Ruinen von Gonda sind in einer ruhigen, naturbelassenen Umgebung eingebettet. Die Landschaft um die Siedlung besteht aus Wiesen, Strauchgruppen und Bäumen. Die Ruinen sind von der Kirche aus gut sichtbar und bieten einen Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Die Stiftung «Fundaziun Pro Gonda» fördert die Erforschung und Erhaltung der Siedlung. Die Siedlung ist ein Beispiel für eine gut erhaltene mittelalterliche Dorfstruktur, die für archäologische Studien von Bedeutung ist.
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- Art
- Wüstung, Archäologische Stätte
- Ort
- Zernez
- Adresse
- Lavin
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse A von nationaler Bedeutung
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