Flachgräberfeld von Schwerin-Ostorf
Archäologischer Fundplatz in Mecklenburg-Vorpommern
Das Flachgräberfeld von Schwerin-Ostorf liegt auf der Insel Tannenwerder im südlichen Ostorfer See. Es ist ein Relikt der Ertebølle- und Lietzow-Kultur, die in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg existierte. Die Gräber wurden ab dem 19. Jahrhundert entdeckt und 1961 systematisch ausgegraben. Ein weiteres ähnliches Gräberfeld befindet sich in Groß Fredenwalde. Das Gräberfeld belegt, dass die Jäger und Sammler der Ertebølle-Kultur nicht von der Trichterbecherkultur assimiliert wurden. Die Funde zeigen spezifische Merkmale wie merkwürdig gebogene Dolche und besondere Bestattungsformen. Jagdwaffen und Tierknochen von Biber, Dachs, Reh und anderen Tieren deuten auf eine wichtige Rolle der Jagd hin. Zudem wurden Hunde als Begleiter belegt. Auf der Insel Tannenwerder wurden verschiedene Funde gemacht, die auf die Gruppe hinweisen, die für das Gräberfeld verantwortlich ist. Die Knochen- und Geweihschaftdolche sowie die Keramik unterscheiden sich von der der Trichterbecherkultur. Die Funde zeigen, dass die Menschen der Ertebølle-Kultur eigenständig blieben und keine Akkulturation stattfand.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Schwerin
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