Château de Chillon
Das Château de Chillon liegt an der Ostküste des Léman, auf der Insel Chillon, zwischen Montreux und Villeneuve im Kanton Vaud, Schweiz. Es ist ein rechteckiges Gebäude mit 110 Metern Länge und 50 Metern Breite, auf einem Felsen aus Kalkstein, der 376 Meter über dem Meeresspiegel liegt und etwa zehn Meter vom Ufer entfernt ist. Der historische Komplex ist der meistbesuchte Denkmal der Schweiz und beherbergt ein reichhaltiges kulturelles und architektonisches Erbe. Er wurde vom Haus Savoyen bis 1536 und anschließend von Bern bis 1798 bewohnt und ist seitdem im Besitz des Kantons Vaud. Im Mittelalter diente das Schloss als Residenz der Grafen von Savoyen und als militärische und kommerzielle Zentrale an der Via Francigena, einer Pilger- und Handelsroute. Im Inneren des Schlosses finden sich zahlreiche historische Räume, darunter die Camera domini mit monumentalen Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert, die von Jean de Grandson geschaffen wurden. Die Ausstattung umfasst auch die Domus clericorum, ein früheres Verwaltungsgebäude, sowie die Sala del castellano mit zwei eindrucksvollen Eichenkolonnen. Die Mauern sind zudem mit über hundert Graffiti versehen, darunter ein bemerkenswertes Bild eines Ritter mit den Wappen der Savoyen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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