Gräberfeld auf dem Westerhammrich
Gräberfund in Ostfriesland, Deutschland
Das Gräberfeld auf dem Westerhammrich liegt auf einem Geestrücken nahe der Ems, nördlich von Leer im Landkreis Leer in Niedersachsen. Es umfasst 26 Brandbestattungen, darunter die ältesten Gräber, die zur Havelte-Stufe der späten Trichterbecherkultur gehören. Die jüngsten Gräber stammen aus der Eisenzeit. Eine 14C-Analyse datiert das Gräberfeld auf 2900–2700 v. Chr., was den ältesten Beleg für Brandbestattung in Nordwestdeutschland darstellt. Sieben Gräber wurden mit Beigefäßen ausgestattet, wobei die mehrfache Verwendung halbierter Gefäße auffällt. Der Westerhammrich war in der Eisenzeit eine bedeutende Siedlung mit fünf Brunnen, die zu den ältesten in der Region gehören. Zudem wurde eine römische Mars-Statuette gefunden, die vermutlich im 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. gegossen wurde. Eine Gefäßscherbe mit der eingeritzten „XII“ stellt das älteste erhaltene Schriftstück Ostfrieslands dar. Auf dem Westerhammrich gibt es Räume und Wege, die archäologische Funde belegen. Die Mars-Statuette und die Schriftscherbe zeigen die kulturelle Bedeutung der Stätte. Ausblicke auf die Ems und die Umgebung sind vorhanden. Das Gebiet ist heute ein Naherholungsgebiet der Stadt Leer.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Leer
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