St.Gangolf

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KlosterRheinland-PfalzBezirk Rheinland-Pfalz

St.Gangolf

ehemaliges Kloster in Mainz, Deutschland

Das Kollegiatstift St. Gangolf liegt im nördlichen Bereich des ummauerten Stadtgebiets von Mainz, nahe der Einmündung des Zeybachs in den Rhein. Es wurde im Frühmittelalter nach den Einfällen der Normannen errichtet und stand unter dem Patrozinium des Heiligen Gangolf. Der Stift war bis ins Hochmittelalter im Privatbesitz des Bischofs von Trier und wurde von Theoderich, dem späteren Erzbischof von Trier, gegründet. Dieser wurde 961 als Dompropst zu Mainz belegt und schenkte dem Stift Güter im Nahegau. Der Stift war bis 1570 im Besitz des Mainzer Erzbischofs Daniel Brendel, der es in der Zeit von 1575 bis 1581 im Renaissancestil ausbauen ließ. Die Stiftsgebäude wurden ursprünglich für 12 Stiftsherren erbaut. Die St.-Gangolf-Kirche wurde während der Belagerung von Mainz (1793) stark beschädigt und später Opfer der französischen Stadtplanung im Bleichenviertel. Das Stift war zudem seit 1436 zuständig für die Konservierung der Deutschordensprivilegien für das gesamte deutsche Reich. In der Umgebung des Stifts befand sich das Deutschhaus, das 1730 errichtet wurde. Während Umbauarbeiten am Deutschhaus im Jahr 2017 wurden archäologische Funde aus verschiedenen Epochen entdeckt, darunter die römische Stadtmauer aus dem 3. Jahrhundert, eine byzantinische Goldmünze und Reste der ehemaligen Kirche St. Gangolf. Die St.-Gangolf-Kirche war zudem mit dem Brendelschen Chorgestühl ausgestattet, das später in den Ostchor des Mainzer Doms integriert wurde.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Mainz

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