Kollegiatstift St. Maria, Aachen
ehemaliges Kollegiatstift in der Reichsstadt Aachen
Das Kollegiatstift St. Maria in Aachen war ein bedeutendes Stift, das vom 8. Jahrhundert bis 1802 bestand. Es war ursprünglich eine Kapelle, die Karl der Große im Auftrag seiner Königspfalz errichten ließ. Die Marienkirche war die Krönungskirche der deutschen Könige und später die Grablege Karls des Großen. Das Stift gehörte ab 1789 zum Bistum Lüttich und wurde 1802 in ein Domstift für das neue Bistum Aachen überführt. Die Marienkirche war zentral für die Krönung der deutschen Könige, darunter Otto III., der 1000 das Stift gründete. In der Kirche befand sich Karls Thron, an dem dreißig Nachfolger krönend bestiegen. Die Stiftskirche war auch Pfarrkirche der Reichsstadt Aachen und hatte einen großen Einfluss auf die Region. Bis 1794 wurden hier die Reichskleinodien verwahrt, darunter das Reichsevangeliar und der Säbel Karls des Großen. Besucher konnten sich in der Marienkirche an den Reliquien der Gottesmutter Maria sowie den Schätzen der Könige erfreuen. Die Kirche war ein Wallfahrtsort, an dem Pilger aus ganz Europa anreisten. Das Stift betreute auch ein Spital und eine Schule, die bis ins 18. Jahrhundert bestand. Die Stiftskapitel bestand aus Kanonikern, die oft aus dem Adel stammten. Die Stiftsbezirke umfassten Teile des Katschhofes und waren mit Immunitätsrechten versehen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, Kollegiatstift
- Ort
- Aachen
In der Nähe
- Aachener Königspfalz15 m
- Aachen-Mitte50 m
- Granusturm66 m
- Puppenbrunnen55 m
- Paradiesbrunnen54 m
- Aachener Rathaus74 m
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