Römisches Bad

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Römisches Bad

Das Römische Bad war ein luxuriöses Privatbad im Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt, nahe dem Praterstern. Es entstand 1873 für die Weltausstellung und schloss 1953. Das Gebäude im Volkertviertel wurde von Heinrich Claus und Josef Groß im Renaissancestil entworfen, mit künstlerischen Beiträgen von Franz Melnitzky und Hans Canon. Mit 400 Umkleidekabinen für Herren und 200 für Damen galt es damals als größtes Dampf- und Heißluftbad der Welt. Prominente Gäste wie Kaiser Franz Joseph I., Dom Pedro II. von Brasilien und der persische Schah Naser al-Din Schah besuchten das Bad. Es diente vor allem der gehobenen Gesellschaft, da öffentliche Bäder erst Jahrzehnte später entstanden. In der NS-Zeit wurde es zum Treffpunkt für Juden, denen der Zugang zu anderen Bädern verwehrt war. Später diente es als Ort für Schwarzmarkthändler, bis der Betrieb eingestellt wurde. Heute sind nur noch Teile des ursprünglichen Bades erhalten, darunter die beiden unteren Stockwerke in der Holzhausergasse. Der Rest wurde zu Büros umgebaut, wobei einige Räume im Inneren noch den historischen Zustand erkennen lassen. Ein Medienbericht von 2012 zeigte, dass wesentliche Architekturteile bis heute bestehen, ohne dass Denkmalschutzmaßnahmen ergriffen wurden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

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