Zisterzienserinnenabtei Braunschweig (Kreuzkloster)
Kirchengebäude in Braunschweig
Das Kreuzkloster in Braunschweig war ein Zisterzienserinnenkloster, das um 1230 auf dem Rennelberg errichtet wurde. Es war dem Heiligen Kreuz und der Jungfrau Maria geweiht und stand bis 1944 in der Stadt. Die Klosterkirche wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, bis sie 1944 durch einen Bombenangriff vollständig zerstört wurde. Die letzten sichtbaren Reste sind der Friedhof und das Küsterhaus. Das Kloster war bis 1532 von Nonnen bewohnt und leistete Krankenpflege sowie Bildung für Mädchen. Die Zahl der Stiftsdamen schwankte zwischen 12 und 15, während die Schülerzahl stieg. Bis 1800 gab es eine Domina, einen Propst und 14 Konventualinnen. Die Wirtschaft des Klosters basierte auf Grundstücken, Vorwerken und Verpachtungen. Nach 1883 wurden die Grundstücke verkauft oder verpachtet, wodurch das Gefängnis Rennelberg entstand. Im Inneren der ehemaligen Klosterkirche wurden mehrere Gegenstände gerettet, darunter eine spätgotische Kanzel und ein Kelch aus dem 14. Jahrhundert. Der Friedhof, der bis 1945 genutzt wurde, beinhaltet Grabsteine und Gräber von Konventualinnen und Leiterinnen. Archäologische Grabungen im Jahr 2019 fanden mehrere Gräber sowie ein Massengrab mit Skeletten von acht Männern, möglicherweise Gefallene des Gefechts bei Ölper. Der Friedhof ist heute nicht öffentlich zugänglich.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kirchengebäude, Kloster, religiöse Gemeinschaft, Fachwerkhaus
- Ort
- Braunschweig
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